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Buchbinderleinen

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Für die besondere Aura eines gebundenen Buchs ist nicht zuletzt der Einbandstoff verantwortlich. Seit dem 19. Jahrhundert werden überhaupt erst Bücher in Gewebe gebunden, vorher gab es vorwiegend Einbände aus Leder, denen die frühen Gewebeeinbände nachempfunden waren. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich der natürliche, unbeschichtete Gewebeeinband durchgesetzt. Dieser war zunächst aus Leinen oder Baumwolle, später dann auch aus Zellwolle gewebt.

Buchbinderleinen (kurz: Buchleinen) werden i.d.R. in sogenannter Leinwandbindung hergestellt. Dabei werden die Kettfäden, die die Stoffbahn in ihrer ganzen Länge, d. h. in Laufrichtung des Gewebes durchziehen, mit den sogenannten Schußfäden, die rechtwinklig dazu liegen, verwebt.

Zellwolle kennen wir als Faser in der Bekleidungsherstellung, nur heißt sie dort Viskose. Die Viskose wird, und da schließt sich der Kreis zum Papier, durch ein chemisches Verfahren aus Holzzellstoff gewonnen, zum Faden versponnen, in Leinwandbindung gewebt und gefärbt. Aus dem so entstandenen Gewebe entsteht in zwei weiteren Fertigungsschritten Buch-Leinen: Es wird mit einer Masse aus Stärke, Mehl, Farbstoffen und mineralischen Füllstoffen von der Rückseite beschichtet und anschließend mit Papier kaschiert. Wird das "Leinen" nach der Kaschierung noch im Glättkalander behandelt - das ist eine Art Bügelmaschine aus beheizten Metallwalzen - ist es etwas besser zum Bedrucken oder Prägen geeignet.